Leistungen

Vorsorge

Untersuchung von Kleintieren, Heimtieren, Reptilien und Vögeln

Wir behandeln nicht nur Hund und Katz, sondern auch kleine Heimtiere wie Kaninchen, Meerschweinchen, Frettchen oder Mäuse
 
Dabei gilt: Katzen sind keine kleinen Hunde und Kaninchen keine kleinen Katzen – jede Tierart hat individuelle Bedürfnisse und Besonderheiten, mit denen man sich als Tierarzt beschäftigen muss. Daher bilden wir uns auch bei den kleinen Heimtieren kontinuierlich weiter.
Auch Vögel und Reptilien können wir fachgerecht versorgen, das schließt auch röntgen (das dentale Röntgen macht fantastische Aufnahmen von kleinen bis mittelgroßen Vögeln!) und Blutentnahme mit ein.

Impfungen

Ich halte Impfungen für eine der größten Errungenschaften der modernen Medizin und bin voll von ihrem Nutzen überzeugt! Aber in der Präembel der Leilinie der StIKo vet steht als erstes folgender Satz: „Mehr Tiere impfen, das einzelne Tier so häufig wie nötig!“ – bei uns wird also nicht mehr geimpft, als es sein muss.

Die Grundlage meines Impfschemas bilden dabei die Leitlinien StIKo vet ggf. ergänzt durch aktuelle Erkenntnisse oder individuelle Begebenheiten. Auch eine Impftiterbestimmung und eine danach angepasste Impfung ist bei uns möglich.

Aber gegen welche Krankheiten impfen wir eigentlich?

Die StiKo vet unterschiedet zwischen den “Core-Komponenten” (dagegen sollte immer Impfschutz bestehen) und den Non-Core-Komponenten, die unter bestimmten Bedingungen absolut Sinn machen können, aber nicht für jedes Tier empfohlen werden. Nachfolgend finden Sie unsere Impfschemata. Wir beraten Sie natürlich “vor Ort” ausführlich und auf Ihr Tier zugeschnitten!

zu

 GrundimmunisierungWiederholungsimpfungen
 ab 8 Wochenab 12 Wochenab 16 Wochenab 15 Monaten1. Jahr2. Jahr3. Jahr
Core-Komponenten 
Staupe (S)xxxx  x
Hepatitis (H)xxxx  x
Parvovirose (P)xxxx  x
Leptospirose (L4)xx xxxx
Tollwut (T) * x x   
für die meisten Hunde empfohlene Non-Core-Komponente
Parainfluenza (Pi)xx xxxx

 

* Tollwut: Nach Angabe des Gesetzgebers und des Herstellers (Stand 3/2019 je nach Impfstoff alle 2 bzw. 3 Jahre)

 

Grundimmunisierung bei Tieren nach der 16. Lebenswoche:

Einmalige Impfung und Wiederholung nach einem Jahr bei Anwendungen von Lebendimpfstoffen (Parvovirose, Staupe, HCC).

Leptospirose: 2 Impfungen im Abstand von 3-4 Wochen. Dies gilt auch, wenn das Impfintervall von einem Jahr deutlich überschritten wurde!

Vorsicht: Bitte trotzdem nicht die Welpenimpfungen auslassen! Die meisten dieser Erkrankungen sind gerade für junge Hunde extrem gefährlich und können mit schweren Schäden oder dem Tod enden. Diese “Ausnahme” ist z.B. für ältere Hunde mit ungeklärtem Impfstatus relevant.

 

Weitere Non-Core Komponenten

 

Bordetella bronchiseptika (Bb): reduziert die klinische Symptomatik bei Infektion mit dem Zwingerhustenkomplex. Empfohlen für Hunde mit sehr viel Kontakt zu anderen (z.B. Welpenspielstunde, Ausstellungen, ..)

Canines Herpesvirus (CHV-1): nur für Zuchthündinnen relevant

Dermatophytosen-Mikrosporie, Trichophytie: Impfungen gegen Pilzinfektionen, relevant bei wiederholten Infektionen

Leishmaniose: Bei Reisen in betroffene Länder eventuell relevant, Sandmückenschutz ist jedoch wichtiger.

Lyme-Borreliose: eventuell bei “Zeckenmagneten” relevant, besser ist ein guter Zeckenschutz

 

Wir impfen im Normalfall bei Katzen mit den Purevax-Impfstoffen. Diese sind ein wenig teurer, haben aber 2 unschlagbare Vorteile:

1. Sie sind adjuvantienfrei, d.h. das Risiko für Impfsarkome ist geringer

2. Die RCP-Komponente wird mit einer Immunität von 3 Jahren angegeben (andere Hersteller geben bei RC meist 1 Jahr an), d.h. weniger Einstiche und damit nochmals eine Verringerung des Impfsarkomrisikos.

Aber auch bei Tieren, die nur alle 3 Jahre geimpft werden müssen, empfehlen wir jedes Jahr einen Check-Up um Krankheiten frühzeitig zu erkennen. Gerade Herzprobleme oder Tumoren im Bauchbereich fallen sonst erst sehr spät auf.

 

 GrundimmunisierungWiederholungsimpfungen
 ab 8 Wochenab 12 Wochenab 16 Wochenab 15 Monaten1. Jahr2. Jahr3. Jahr
Core-Komponenten 
Felines Herpesvirus (R)xxxx(x)(x)x
Felines Calicivirus (C)xxxx(x)(x)x
Feline Panleukopenie (P)xxxx  x
Sonderfall Tollwut für Freigänger
Tollwut (T) * x x  x
Von uns empfohlene Non-Core-Komponente für Freigänger bis 7 Jahre
Felines Leukämievirus (FeLV) **xx xxxx

 

* Tollwut: die Impfintervalle für Tollwut unterliegen gesetzlichen Bestimmungen. Tiere, die nicht nach diesen Intervallen geimpft wurden, stehen schon im Falle Tollwutverdachts (!) rechtlich schlecht da – sie werden ohne Umschweife getötet. Daher wird die Impfung für Freigänger auch von der StIKo empfohlen.

** FeLV: eine sehr schwere, unheilbare und meist tödlich verlaufende Erkrankung, die bei Freigängern regelmäßig vorkommt. Die Impfung verhindert nicht imemr die Ansteckung, aber sorgt dafür, dass das Virus nicht ausbrechen kann. Katzen über 7 Jahre infizieren sich meist nicht mehr, daher kann di Impfung ab da ausgesetzt werden.

 

Grundimmunisierung bei Tieren nach der 16. Lebenswoche:

Einmalige Impfung und Wiederholung nach einem Jahr bei Anwendungen von Lebendimpfstoffen (RCP).

Vorsicht: Bitte trotzdem nicht die Welpenimpfungen auslassen! Gerade junge Tiere können schwer erkranken und an diesen Krankheiten versterben oder lebenslang Probleme mit den Folgen haben.

Bei den Kaninchen weichen unsere Empfehlungen bewusst von denen der StIKo ab. Nach Aussage der StIKo soll Myxomatose und RHD 1 in der 4. und 7.-8. Woche geimpft werden, RHD 2 in der 10 Woche. Die Wiederholungsimpfungen für Myxo / RHD 1 werden mit alle 6 Monate angegeben, RHD 2 soll jährlich wiederholt werden.

Allerdings gibt es nachgewiesene Impfdurchbrüche nach ca. 9 Monaten (vereinzelt nach 7 Monaten) bei RHD 2, d.h. einzelne (!) Kaninchen, die nach diesem Schema geimpft wurden, sind trotzdem an RHD 2 erkrankt und verstorben. Vorher gibt es bisher keine gemeldeten Erkrankungen geimpfter Kaninchen nach unserem aktuellen Wissensstand – der Impfstoff ist also generell sehr sicher und gut verträglich.

Der Hersteller Filavie empfiehlt daher inoffiziell eine Impfung alle 6 Monate. Außerdem können Kaninchen bereits mit 4 Wochen geimpft werden, dann ist allerdings eine Booster-Impfung nach 6 Wochen nötig.

Wir schließen uns der Herstellerempfehlung in diesem Falle an, es bleibt aber natürlich Ihnen überlassen sich für das Modell der StIko zu entscheiden.

Unser Impfschema:

 GrundimmunisierungWiederholungsimpfungen
 ab 4 Wochenab 7 Wochenab 10 Wochennach 6 Monatennach 12 Monatennach 18 Monaten
Core-Komponenten
Myxomatosexx xxx
RHD 1x xxxx
RHD 2x xxxx

 

Da der RHD 2-Impfstoff (wir impfen Filavac) leider sehr teuer ist, richten wir alle 6 Monate einen Kaninchenimpftag ein. An diesem Tag öffnen wir eine Flasche mit 50 Impfdosen, die danach 2h lang verimpft werden darf. Dadurch können wir den Preis für die Impfung annähernd halbieren. Wenn Sie Interesse haben, aber kein Kunde in unserer Praxis sind, abonnieren Sie doch unseren Kaninchen-Newsletter und wir halten Sie über den nächsten Termin und den genauen Ablauf auf dem Laufenden.

Wir empfehlen 2 Wochen vor der Impfung eine Kotprobe (3-Tage-Sammelkot) um Parasitosen auszuschließen – insbesondere, aber nicht nur, bei Draußen-Kaninchen. Bei mehreren Kaninchen in einem Gehege reicht eine gemeinsame Probe über 3 Tage.

Gern können Sie uns die Probe auch vorher per Post zukommen lassen, bitte achten Sie auf eine ausreichende Beschriftung. Falls Parasiten gefunden werden, reicht die Zeit für eine vorherige Behandlung aus.

 

Non-Core-Komponenten

 

Bordetella bronchiseptica / Pasteurella multocida: empfohlen bei Zuchbeständen

Der Impfstoff für Staupe beim Frettchen ist nicht immer vorrätig, bitte fragen Sie vorher kurz an.

 

 GrundimmunisierungWiederholungsimpfungen
 ab 8 Wochenab 12 Wochenab 15 Monaten1. Jahr2. Jahr3. Jahr
Core-Komponenten
Staupexxxxxx
Tollwut (bei Freigängern) xxxxx

 

Grundimmunisierung bei Tieren nach der 16. Lebenswoche:

 

Eine einmalige Impfung reicht aus, danach wird jährlich wiederholt.

Vorsicht: Bitte trotzdem nicht die Welpenimpfungen auslassen! Staupe ist hochgradig gefährlich für junge Frettchen und kann schlimme Folgen für das Tier haben.

Impfungen für Hühner und Tauben sind möglich, bitte sprechen Sie uns einfach drauf an.

Achtung: Nach aktueller Gesetzgebung dürfen auch Trinkwasserimpfungen nicht mehr vom Tierhalter verimpft werden, sondern lediglich vom Tierarzt.

 

Hühner

 

Bitte beachten Sie die Impfpflicht für Newcastle Disease!

Viele Impfstoffe wirken oft länger, als der Hersteller angibt – das ist ein offenes Geheimnis. Die Frage ist: Wie lange wirkt die Impfung beim einzelnen Hund oder der einzelnen Katze?

Um das zu bestimmen, kann man eine Impftiterbestimmung machen. Ist der Titer ausreichend, muss nicht nachimpft werden. Ist er es nicht, kann ein Impfschutz nicht garantiert werden und der Hund oder die Katze sollte eine weitere Impfung erhalten.

Vorgehen: Dem Patienten wir eine kleine Menge Blut entnommen, der Test wird dann direkt in der Praxis durchgeführt und das Ergebnis steht nach ca. 30 Minuten zur Verfügung.

 

Die Vorteile:

– ein individuelles und trotzdem sicheres (!) Impfschema ist so möglich.

 

Die Nachteile:

– die Kosten liegen durch die Blutentnahme und den zeitaufwändigen Test über denen der Impfung und wenn der Titer zu niedrig ist, muss trotzdem geimpft werden.

 

Der Impftitertest Hund umfasst: Staupe, HCC, Parvovirose (SHP)

Der Impftitertest Katze umfasst: Panleukopenie, Calici, Herpes (RCP)

 

Tollwut: Die Impfung ist gesetzlich geregelt, eine Abweichung vom Impfschema ist nicht empfehlenswert und für Tiere, die ins Ausland sollen, nicht möglich.

Leptospirose: Leptospiren sind Bakterien, daher ist die Immunitätsdauer nachgewiesenerweise sehr kurz. Daher gibt es keinen Impftitertest.

Ernährungs- und Haltungsberatung

Nassfutter, Trockenfutter, vegatarisch, BARF oder gar Prey?

Eine gesunde Ernährung beugt vielen Erkrankungen vor, “die eine” perfekte Ernährungsform gibt es allerdings nicht. Wir beraten Sie gern, welches Futter für Sie und Ihr Tier passen könnte oder rechnen Ihre bestehende Ration hinsichtlich der Bedarfsdeckung durch.

Auch bei Kaninchen, Meerschweinchen, Reptilien oder Vögeln beraten wir Sie natürlich gern, ggf. auch bei Ihnen vor Ort.

 

Für einige wenige medizinische Indikationen halten wir spezielles Futter vor, allerdings geben wir Ihnen auch gern Alternativen z.B. in Form von Rezepten zum Selbstkochen an die Hand, wenn möglich.

Diagnostik

Herz-Diagnostik

Das Herz nimmt bei uns einen besonderen Stellenwert ein, es ist eines unserer absoluten Lieblingsgebiete.

Wir bieten eine komplette Herzabklärung auf höchstem Niveau: je nach Bedarf beinhaltet das Abhören, Röntgen, Bestimmung von Biomarkern im Blut, EKG und/oder Herzultraschall (selbstverständlich mit Doppleruntersuchung). Und das nicht nur bei Hund und Katze, sondern auch bei Kaninchen, Frettchen oder Meerschweinchen!

Warum Herzultraschall?

Während man im Röntgen nur die Größe / grobe Form des Herzens und die Lunge beurteilen kann, lässt sich im Ultraschall die Pumpfunktion und genaue Struktur des Herzens darstellen. Wir erfahren also nicht nur, DASS das Herz zu groß ist, sondern sehen ganz genau wo der Defekt sitzt, können die Schwere des Problems beurteilen und eine optimale Therapie einleiten.

Wie funktioniert ein Herzultraschall?

Die Untersuchung ist absolut schmerzlos und wird normalerweise am vollständig wachen Tier durchgeführt – Sie bleiben natürlich immer dabei! Der Patient liegt bequem auf einer gepolsterten Matte auf der Seite (auch eine Untersuchung am stehenden Tier ist möglich, wenn es die Situation erfordert), geschallt wird durch ein Loch in dieser Matte. Nach 20-30 Minuten ist die Untersuchung geschafft und die gemachten Bilder können ausgewertet werden.

Ultraschall

Unser hochmodernes Ultraschallgerät kann natürlich nicht nur im Bereich Herz eingesetzt werden, sondern eignet sich auch hervorragend für Untersuchungen im Bauchraum.

Ultraschalluntersuchungen sind geeignet um Strukturveränderungen der Organe zu beurteilen, Tumoren oder andere Umfangsvermehrungen zu suchen, Flüssigkeitsansammlungen wie z.B. Pyometren zu finden, Trächtigkeiten zu bestätigen und zu überwachen, Schichteier zu finden und vieles mehr.  Durch den Doppler können selbst kleine Gefäße z.B. in der Niere gut beurteilt werden.

Dabei ist eine Untersuchung schmerz- und risikolos – eine wirklich tolle diagnostische Möglichkeit!

Digitales Röntgen

Unser Digitales Röntgengerät liefert uns hervorragende Bilder in nur wenigen Minuten – natürlich schicken wir Ihnen die Bilder auf Wunsch gern per Mail oder kopieren sie Ihnen auf einen USB-Stick für Ihre Unterlagen.

Dentalröntgen

Dentalröntgen oder intraorales Röntgen kennen Sie höchstwahrscheinlich bereits von Ihrem eigenen Zahnarzt, aber auch in der Tiermedizin wird dieses DIagnostikum zu Recht (!) immer wichtiger. Für das intraorale Röntgen ist immer eine Narkose nötig, daher bietet es sich vor Zahnsanierungen an.

Katzen

Für Katzen ist ein “Full Mouth” Röntgen üblich, d.h. in 6-8 Bildern werden alle Zähne inkl. Wurzeln einmal geröngt. Katzen leiden häufig an “FORL” – Feline Odontoklastische Resorptive Läsionen. Bei dieser Erkrankung lösen sich die Wurzeln im Kiefer auf. Ein extrem schmerzhafter Prozess, dessen Ursprung noch nicht vollständig geklärt ist, bisher gibt es lediglich Vermutungen. Dadurch, dass erst einmal nur die Wurzel betroffen ist, ist diese Erkrankung meistens nicht sichtbar (erst in sehr späten Stadien) und die Diagnose kann ausschließlich durch Röntgen sicher gestellt werden.

Hunde

Zwar gibt es auch eine “CORL”, sie ist aber sehr viel seltener, daher ist ein standardmäßiges Röntgen aller Quadranten ohne Verdacht nicht üblich. Bei Verdacht oder bei einzelnen auffälligen Zähnen macht intraorales Röntgen aber auch hier Sinn. Durch die Beurteilung der Wurzeln kann man oft viel besser einschätzen, ob der Zahn gezogen werden muss oder vielleicht eine andere Möglichkeit wie z.B. eine Füllung oder Wurzelbehandlung besteht um den Zahn zu erhalten.

Kaninchen

Zahnprobleme gehören bei Kaninchen zu den Dauerbrennern, alleiniges Abfeilen hat höchstens kurzfristigen, kosmetischen Wert. Röntgenbilder offenbaren oft die Ursache einer Zahnfehlstellung und sorgen für eine deutlich bessere Therapie – nur so kann genau abgeschätzt werden, ob Zähne wirklich raus müssen.

Andere Einsatzmöglichkeiten

Die Folien des Röntgengeräts sind extrem hochauflösend. Dadurch eignet es sich auch perfekt für die Aufnahme kleiner bis mittlerer Vögel (sehr gute Darstellung z.B. der Luftsäcke), Schädelaufnahmen von Kaninchen und Co. zur Beurteilung der Bullae bei Ohrentzündungen oder einzelner Gelenke von Klein- und Heimtieren.

Laboruntersuchungen

Blutuntersuchungen:

 
Ob Hund, Katze, Kaninchen oder Kanarienvogel: Dank modernster Inhouse-Laborgeräte können wir 99% unserer Blutproben selbst bearbeiten und das mit viel geringeren Probenmengen, als ein externes Labor. So können wir die Ergebnisse der Untersuchung direkt besprechen und sofort Maßnahmen ergreifen.
Für etwas außergewöhnlichere Untersuchungen greifen wir auf ein akkreditiertes externes Labor zurück – von dort erhalten wir die Ergebnisse normalerweise in ca. 2-3 Tagen.
 

Parasitologische Untersuchungen:

 
Wir untersuchen Kotproben von Reptilien, Vögeln und Säugern auf Würmer und Einzeller. Auch hier können wir zu 99% auf unser eigenes Labor zurückgreifen – das Ergebnis gibts noch am Tag der Untersuchung per Mail!

Video-Otoskopie

Ein Video-Otoskop ist eine kleine Videokamera, die Bilder auch in kleinen Körperhöhlen aufnehmen kann. Damit können wir z.B. tief in die Ohren sehen, die Maulhöhle bei Kaninchen inspizieren, besonders sicher intubieren oder im Hals nach Fremdkörpern suchen – und all das können Sie selbst am Monitor verfolgen.

Chirurgie

Monitorüberwachung und modernstes Anästhesiemanagement

Operationen sind für viele Besitzer Schreckgespenster, meist aus Angst vor der Narkose. Zwar birgt jede Narkose ein Risiko, man kann dieses durch gute Vorbereitung und ein vernünftiges Monitoring während und nach der OP stark senken. Daher laufen Eingriffe bei uns in 99% der Fälle so ab:

1. Vorgespräch

Das Tier wird untersucht, alte Befunde oder vorherige Narkoseprobleme werden besprochen. Wir erklären Ihnen den Eingriff nochmal genau und klären Sie über das individuelle Narkoserisiko Ihres Tieres auf. Außerdem besprechen wir die Optionen (Art der Narkose, Ausmaß der Monitorüberwachung), eventuelle Voruntersuchungen (Blut, Herzultraschall), weitere Maßnahmen (chippen) und natürlich auch die Kosten. All das bekommen Sie schriftlich, damit Sie es sich daheim nochmals in Ruhe durchlesen und sich in Ruhe für oder gegen Zusatzoptionen entscheide können.

2. Planung der Narkose

Je nach Tierart, Rasse, Alter, Vorgeschichte, Vorerkrankungen planen wir die optimale Narkose. Dabei stehen uns neben der Injektionsnarkose (für kleine Heimtiere nutzen wir für kurze Eingriffe gern eine moderne, voll antagonisierbare Triple-Narkose) auch die Inhalationsnarkose zur Verfügung. Je nach Charakter des Tieres planen wir eine vorherige Sedation (die berühmte “Scheißegal-Spritze”).

3. Der OP-Tag: vor der OP

Nach Ihrem Eintreffen wird das Tier nochmals auf Narkosefähigkeit untersucht und gewogen Es gibt es bei Bedarf die Sedation, bei fast allein Eingriffen wird danach ein Venenkatheter gelegt. Durch diesen wird wahlweise die Einleitung und das Schmerzmittel für die Gasnarkose gegeben oder aber die Injektionsnarkose. Bei kleinen Heimtiere wird ebenfalls, wenn besprochen, ein Zugang für Infusion und Notfälle gelegt, die Narkose erfolgt aber in den Muskel (nachgewiesen bessere Wirkung und Verträglichkeit). Danach wird intubiert um den Atemweg zu sichern und bei einem Zwischenfall direkt beatmen zu können – auch bei Kaninchen oder sogar Ratten ist dies möglich und wird bei uns durchgeführt.

Wenn das Tier schläft, wird es direkt verkabelt. Die Überwachung umfasst Pulsoxymetrie (Puls und Sauerstoffsättigung im Blut), Kapnometrie, kontinuierliche Temperaturüberwachung und Blutdruckmessung alle 2 Minuten. Das Ganze wird in einem Narkoseprotokoll festgehalten.

4. Der OP-Tag: nach der OP

Nach der OP bekommen Sie einen Anruf, dass alles gut gegangen ist. Sie dürfen dann, wenn Sie möchten, Ihr Tier beim Aufwachen begleiten. Auch in der Aufwachphase bleibt das Tier an einem mobilen Monitor, denn auch dann kann es noch Komplikationen geben. Das Team wird regelmäßig nach Ihnen sehen, sich aber sonst etwas im Hintergrund halten um die Aufwachphase mäglichst ruhig zu halten. Je nach Narkose gibt es eventuell auch eine Aufwachspritze, die die Aufwachphase nochmal verkürzt.

Ist Ihr Tier dann steh- und gehfähig, können Sie es mit nach Hause nehmen – wir geben unter keinen Umständen ein schlafendes Tier mit! Natürlich erklären wir Ihnen auch die Nachsorge ausführlich und geben Ihnen auch das nochmal schriftlich mit, damit in der Aufregung nichts vergessen werden kann.

 

Das Narkoserisiko wird niemals 0 sein – aber mit diesem Vorgehen senken wir es auf ein absolutes Mindestmaß!

Weichteilchirurgie

Wir führen ein breites Spektrum an Weichteil-OPs durch. Dabei wird jeder Eingriff vorher mit Ihnen besprochen – von der Narkose bis zu den Kosten. Beim Einschlafen und Aufwachen Ihres Vierbeiners können Sie natürlich auf Wunsch dabei sein

Kastrationen

Katze, Kater, Rüde, Hündin, Kaninchen (männlich und weiblich), Ratten / Hamster / Mäuse und Co (männlich)

Weibliche Tiere kastrieren wir wann immer möglich minimalinvasiv, der Schnitt ist dabei nur zwischen 2 und 4cm groß (auch bei der Hündin). Dies sorgt für deutlich weniger Schmerzen, eine schnellere Wundheilung, weniger Komplikationen und auch auf einen Halskragen oder Body kann meist (!) verzichtet werden.

Nähere Infos (wird noch erweitert):

Kastration der Hündin

Tumorentfernung

Wir entfernen z.B. Haut- und Gesäugetumoren. Um die OP-Wunde so klein wie möglich und so groß wie nötig halten zu können, kann man in vielen Fällen vorher die Art der Umfangsvermehrung via Feinnadelaspiration bestimmen – dazu beraten wir Sie gern ausführlich.

Fremdkörper

Nicht alles, was ein Tier aufnimmt, kommt leider auch auf natürlichem Wege wieder heraus. Durch Röntgen und/oder Ultraschall suchen wir den Fremdkörper und entfernen ihn.

Verletzungen

Bisswunden, Schnittwunden und Co. versorgen wir selbstverständlich ebenfalls.

Elektrochirurgie

Wir nutzen ein Elektrochirurgiegerät mit vessel sealing. Durch diese Technik können selbst mittelgroße Gefäße innerhalb von Sekunden ohne Faden fest verschlossen werden.

Die Vorteile:

– schnellere OP-Zeiten, dadurch kürzere Narkosedauer

– deutlich geringerer Blutverlust

– Fäden können nicht abrutschen

– kein bzw. weniger Fremdmaterial im Tier (geringere Komplikationsrate)

Kryochirurgie

Kleinere Umfangsvermehrungen können wir, je nach Art, Lokalisation und Temperament des Patienten, auch ohne Narkose kryochirurgisch entfernen. Der Prozess ist annähernd schmerzfrei (wird auch in der Humanmedizin angewendet) und wird ambulant durchgeführt. Nach nur wenigen Minuten ist die Behandlung beendet und der Tumor stirbt einfach ab.

Zahnheilkunde

Wir führen Zahnsanierungen bei allen Tierarten fachgerecht durch. Dafür legen wir den Patienten grundsätzlich in Narkose, denn am wachen Tier kann diese Behandlung niemals korrekt ausgeführt werden – auch nicht bei Kaninchen (Ausnahme: Kürzen der Vorderzähne).

Sonstiges

Physiotherapie

Leider ist der Begriff “Tierphysiotherapeut” nicht geschützt und so unterscheidet sich der Ausbildungsstand der Tierphysiotherapeuten oft massiv.

Bei uns wird dieser Bereich einer approbierten Tierärztin mit diversen Zusatzausbildungen abgedeckt, daher können wir Ihnen folgende Therapieformen anbieten:

– Klassische Massage

– Manuelle Therapie

– Dorntherapie

– Bewegungstherapie

– Physikalische Therapie

– Lymphdranage

– Blutegeltherapie

– Sportphysiotherapie

Deckzeitpunktbestimmung

Durch Abstrich und Progesteronmessung im hauseigenen Labor können wir den besten Deckzeitpunkt einer Hündin bestimmen und die Erfolgschancen für eine Trächtigkeit damit deutlich verbessern.

Tierarzttraining

Sie haben einen eher ängstlichen Hund? Wir “üben” gern mit ihm oder ihr den Tierarztbesuch. Je nach Ausgangslage empfehlen wir Ihnen gern ein passendes Vorgehen um das Tier schonend an uns zu gewöhnen – weniger Stress für den Hund bedeutet weniger Stress für alle Beteiligten!

Getrennte Wartebereiche

Um den Stressfaktor im Wartezimmer so weit wie möglich zu reduzieren, haben wir abgetrennte Wartebereiche für Hunde und für Katzen / kleine Heimtiere.

Im Hundebereich gibt es gemütliche Liegematten und jederzeit frische Näpfe für Wasser.

Im Katzenbereich stehen Podeste, auf denen Sie Ihren Transportkorb abstellen können. Die meisten Tiere fühlen sich auf dem Boden unwohl und profitieren von einem erhöhten Standplatz.

Und für Sie, liebe Besitzer, steht Wasser und Kaffee bereit. Greifen Sie zu!

Katzenfreundliche Praxis

Für Katzen ist der Tierarztbesuch leider oft besonders stressig. Es gibt aber einige Maßnahmen, mit denen wir ihr oder ihm den Besuch erleichtern können. So bekommen Sie bei jedem Besuch eine kleine Decke, die mit einem Pheromonspray für Katzen eingesprüht ist. Der Geruch (für uns Menschen ist das Spray geruchlos) beruhigt das Tier. Bitte legen Sie die Decke über oder unter die Transportbox.

Im geteilten Wartezimmer nutzen Sie am Besten die dort aufgebauten “Katzenparkplätze”. Durch den erhöhten Platz fühlen sich die Tiere oft deutlich wohler und entspannen sich.

Im Behandlungsraum bleibt die Decke beim Tier, damit es weiter den vertrauten Geruch um sich hat. Wir untersuchen unter Anwendung möglichst weniger Zwangsmaßnahmen, gern dürfen Sie Ihr Tier selber halten oder ablenken – echte Fixation gibt es bei uns nur im Notfall und ist nur sehr selten nötig.

Hausbesuche

Es gibt Situationen, in denen ein Besuch beim Tierarzt nicht möglich oder mit unzumutbarem Stress für Mensch oder Tier verbunden ist. Für diese Fälle bieten wir Hausbesuche außerhalb unserer Sprechzeiten an. Bitte planen Sie diese Termine möglichst nicht zu kurzfristig, da sie für uns mit einem erhöhten logistischen Aufwand verbunden sind.

Bedenken Sie bitte außerdem, dass wir im Hausbesuch nur eingeschränkte Möglichkeiten der Diagnostik haben – gern beraten wir Sie dazu am Telefon.

Trauerraum

Der letzte Gang ist für jeden Tierbesitzer der schwerste und während einige Menschen es vorziehen ihren vierbeinigen Freund zu Hause gehen zu lassen, möchten andere nicht daheim an dieses traurige Ereignis erinnert werden.

Um diesen Wunsch pietätvoll zu erfüllen, haben wir einen Trauerraum eingerichtet. Dieser liegt fernab des Trubels der Praxis und kann über den Garten nahezu ungesehen betreten und verlassen werden. Dort können Sie sich mit Ihrem Tier auf die Couch setzen und haben alle Zeit der Welt sich zu verabschieden. Sie dürfen eine Kerze anzünden, das Fenster öffnen oder andere Rituale durchführen, die Ihnen den Abschied erleichtern.

Wenn Sie ihr verstorbenes Tier nicht mitnehmen wollen oder können, wird es von uns im Tierkrematorium Rosengarten kremiert, hier stehen verschiedene Möglichkeiten von der günstigen anonymen Kremierung bis zur Einzelkremierung mit Rückführung der Asche zur Verfügung. Wir besprechen gern vorher Ihre Wünsche mit Ihnen.